23. April: zweite Meisterklasse Ukrainische Ostereier-Malkunst

Rechtzeitig vor dem orthodoxen (und griechisch-katholischen) Osterfest laden wir am 23. April 2016 zu unserer zweiten Meisterklasse in ukrainischer Ostereier-Malkunst ein.

Ukrainische Ostereier

Die ukrainische Ostereier-Kunst ist in ganz Osteuropa berühmt und blickt auf eine sehr alte Tradition zurück.“Gemalt“ wird mit heißem Bienenwachs, das mit einer Art Pipette auf die Eierschale aufgetragen wird. Anschließend wird das Ei in ein Farbbad getaucht und je nach Bedarf später das Wachs über der heißen Kerzenflamme entfernt. Durch Wiederholen dieser Prozedur kommen überaus komplexe und schöne Muster zustande.

In unserer Meisterklasse vermittelt Dr. Nataliya Kostyak die Grundlagen dieser Technik. Da wir nur begrenzt Platz haben, meldet Euch gern an!

Wir treffen uns um 13:00 Uhr im Vorortbüro Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10. Für das Material bitten wir um einen Kostenbeitrag von € 4,–.

Rückblick: Vorstellung des Buches von Oleg Sentsov durch Boris Chersonskij

Am 8. April 2016 war der ukrainisch-jüdische Autor Boris Chersonskij unser Gast. Er stellte das Buch «КУПИТЕ КНИГУ – ОНА СМЕШНАЯ» (Kaufen Sie dieses Buch, es ist lustig!) von Oleg Sentsov, vor der letztes Jahr nach seiner Beteiligung an Demonstrationen gegen die Krym-Annexion durch Russland wegen „Terrorismus“ vor ein russisches Gericht gestellt und zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde.

Von der Veranstaltung

Die Veranstaltung fand in den Räumen von Frappant e.V. statt, die wir für diese Veranstaltung mit Unterstützung Aleksandra Geylyk netterweise zur Verfügung gestellt bekamen. Die Bücher wurden uns vom Verlag „Folio“ aus Kharkiv zur Verfügung gestellt.  Wir möchten uns dafür einmal mehr herzlich bedanken!

Boris Chersonskij liest

Wir bedanken uns auch ganz besonders bei Boris Chersonskij für seinen Einsatz. Wir alle hoffen, dass weltweite Solidarität mit Oleg Sentsov am Ende doch Wirkung zeigt und er bald schon selber in der Lage sein wird, sein Buch vorzustellen!

Gruppenphoto

Die Photos wurden von Julia Schurlick gemacht, auch an sie vielen Dank!

 

 

04.-09. April: Deutsch-Polnisch-Ukrainische Kulturwoche

Kulturwoche Flyer

In der Woche vom 04. bis zum 09. April 2016 veranstaltet Aubiko e.V. in Kooperation mit anderen Vereinen, u.a. dem Deutsch-Ukrainischen Kulturverein e.V. die Deutsch-Polnisch-Ukrainische Kulturwoche. Hierfür kommen Schüler aus Gdansk (Polen) und Odessa (Hamburg) zu Gast nach Hamburg und werden gemeinsam mit deutschen Schülern an einem Begegnungsprogramm teilnehmen – z.B. aus Workshops, Sprache, Musik oder Sport.

Zusätzlich gibt es die ganze Woche über abends ein kulturelles Angebot, das im Zusammenhang mit der Ukraine und Polen steht:

  1. Am 4. April wird im Metropolis der polnische Film Ida gezeigt. Der Beginn ist 17:00 Uhr.
  2. Am 5. April wird im Metropolis der ukrainische Film Meine Loreley gezeigt. Der Beginn ist 19:00 Uhr.
  3. Am 7. April findet um 15:00 Uhr in der Universität Hamburg, Institut für Slawistik, Raum 1319 ein Interkulturelles Training mit Friederike Krause statt. Anmeldung über info@aubiko.de.
  4. Weiter geht es am 7. April um 19:00 Uhr mit einer Lyrik-Lesung des ukrainisch-jüdischen Autoren Boris Chersonskij. Die Lesung findet im Haus 73, Schulterblatt 73, in Hamburg statt.
  5. Es folgt am 9. April um 16:00 Uhr eine Lesung des polnischen Autoren Stefan Chwin im Tango Chocolate.
  6. Den Abschluss bildet ein deutsch-ukrainischer Abend „Kontrabanda“, ebenfalls am 9. April, um 18:00 Uhr im im Tango Chocolate.

Wir danken neben allen Partnern ganz besonders dem Veranstalter und Hauptorganisator, Aubiko e.V. für die Idee und Koordination sowie ArtMaidan für den von uns allen bei weitem größten Beitrag zu diesem Ereignis.

8. April: Boris Chersonskij präsentiert Buch von Oleg Sentsov

 «КУПИТЕ КНИГУ - ОНА СМЕШНАЯ»Am 8. April 2016 ist der ukrainisch-jüdische Autor Boris Chersonskij unser Gast. Er wird das Buch «КУПИТЕ КНИГУ – ОНА СМЕШНАЯ» (Kaufen Sie dieses Buch, es ist lustig!) von Oleg Sentsov vorstellen. Oleg Sentsov ist vielen ja vielleicht ein Begriff; er wurde nach Protesten auf der Krym verhaftet und nach einem skandalösen „Gerichtsverfahren“ unter dem Protest der Weltöffentlichkeit wegen „Terrorismus“ zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Zu seiner Unterstützung stellen Schriftsteller und Künstler sein Buch für ihn vor.

Die Veranstaltung wird in russischer Sprache stattfinden. Beginn ist 08.04.2016 um 20:00 Uhr in den Räumlichkeiten von Frappant e.V. in Altona, Bodenstedtstraße 16, 22765 Hamburg.

Wir wollen bei dieser Gelegenheit auch nicht unerwähnt lassen, dass sich diese Möglichkeit für uns überhaupt erst dadurch ergeben hat, dass Boris Chersonskij anlässlich der Deutsch-Polnisch-Ukrainischen Kulturwoche zu einer Dichterlesung in Hamburg ist. Wir hoffen, dass auch zu dieser Lesung möglichst viele interessierte Zuhörer erscheinen!

16. April: Gesprächsabend mit der ukrainischen Autorin Oksana Sabuschko (Оксана Забужко)

Liebe Freunde,

wir müssen unseren geplanten Gesprächsabend mit Oksana Sabuschko, der am Samstag, dem 16.04.2016 stattfinden sollte, leider wegen Krankheit absagen.

Bitte seid so lieb, diese Information allen, die zu kommen vorhatten und vielleicht noch nicht davon erfahren haben, weiterzugeben.

Wir hoffen, dass es uns gelingt, den geplanten Termin später stattfinden zu lassen und werden das, sobald wir mehr wissen, an dieser Stelle veröffentlichen.

Wir bedauern die schlechten Nachrichten und hoffen auf Euer Verständnis!

Oksana SabuschkoDer Deutsch-Ukrainische Kulturverein e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Slavistik der Universität Hamburg laden ein zu einem Gesprächsabend mit Oksana Sabuschko. Sie ist eine der wichtigsten Autorinnen der modernen Ukraine und setzt sich in ihren Büchern, von denen einige auch in deutscher Übersetzung vorliegen, auf interessante und intelligente Weise mit den nach wie vor hochaktuellen Themen der Ukraine und ihrer Menschen auseinander – mit der noch andauernden Transformation einer postsowjetischen in eine moderne europäische Gesellschaft, mit der Aufarbeitung der Geschichte und den im Land vorhandenen unterschiedlichen Narrativen sowie ganz allgemein gesellschaftlichen Fragen wie z.B. die der Geschlechterrollen.

Bei ihrem Besuch in Hamburg wird sie uns von ihren Werken und dem, was sich hinter ihnen verbirgt, erzählen, und es wird reichlich Gelegenheit geben, ihr Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung findet auf dem Gelände der Universität Hamburg, im Hörsaal A, Philosophenturm, Von Melle Park 6, 20146 Hamburg statt und beginnt um 17:00 Uhr. Um längere Verzögerungen durch Dolmetschen zu vermeiden, findet der Abend in englischer Sprache statt.
Zur Kostendeckung erbitten wir eine Spende von 5 €.

Diese Veranstaltung wurde durch eine Förderung aus Sondermitteln der Bezirksversammlung Eimsbüttel ermöglicht.

Zwei weitere Filmausschnitte vom ersten ukrainischen Literaturabend in deutscher Sprache

Hier haben wir zwei Ausschnitte aus dem ersten Essay der Sammlung „Planet Wermut“. Der Titel des Essays ist in Anlehnung an George Orwell’s Roman „1984“: „Zimmer 101 – oder die Suche nach dem Ausgang“. Das Thema ist, wie Geschichte vergessen, manipuliert oder auch selektiv wahrgenommen wird und was das für uns bedeutet.

Der erste Ausschnitt ist die Lesung von Ievgeniia Lysak:

Der zweite Ausschnitt ist die Lesung von Genia Odesser:

 

Filmausschnitt: erster ukrainischer Literaturabend in deutscher Sprache

Am 11. Februar fand unser erster ukrainischer Literaturabend in deutscher Sprache statt. Es war eine großartige Runde mit sehr interessanten Diskussionen und 4 beeindruckenden Texten. Um einen kleinen Eindruck gewinnen zu können, sei hier ein kleiner Film mit einer der vier Lesungen geteilt. Es handelt sich um einen Text aus dem Essay „Planet Wermut“, wo es um die Tschernobyl-Katastrophe und ihre Bedeutung für das ukrainische Volk geht:

17. März: Meisterklasse Ukrainische Ostereier-Malkunst

pysankyAm 17. März um 18:30 laden wir zu einer Meisterklasse in der ukrainischen Ostereier-Malkunst in unserem Raum am Hansaplatz ein. Die ukrainische Ostereier-Kunst ist in ganz Osteuropa berühmt und blickt auf eine sehr alte Tradition zurück.“Gemalt“ wird mit heißem Bienenwachs, das mit einer Art Pipette auf die Eierschale aufgetragen wird. Anschließend wird das Ei in ein Farbbad getaucht und je nach Bedarf später das Wachs über der heißen Kerzenflamme entfernt. Durch Wiederholen dieser Prozedur kommen überaus komplexe und schöne Muster zustande.

In unserer Meisterklasse vermittelt Dr. Nataliya Kostyak die Grundlagen dieser Technik. Da wir nur begrenzt Platz haben, meldet Euch gern an!

Erster ukrainischer Literaturabend in deutscher Sprache: Oksana Sabuschko

In der Ukraine gibt es einige Autoren von internationaler Anerkennung, deren Werke auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurden – allen voran Oksana Sabuschko, Preisträgerin u.a. des Mitteleuropäischen Buchpreises „Angelus“ 2013, Jurij Andruchovytsch und Serhij Zhadan.

Planet Wermut

In unserem ersten ukrainischen Literaturabend in deutscher Sprache wollen wir uns Oksana Sabuschko widmen. Oksana Sabuschko hat sich in ihren Büchern auf besonders interessante und intelligente Weise mit den nach wie vor hochaktuellen Themen der modernen Ukraine auseinandergesetzt – mit der noch andauernden Transformation einer postsowjetischen in eine moderne europäische Gesellschaft, mit der Aufarbeitung der Geschichte und den im Land vorhandenen unterschiedlichen Narrativen sowie ganz allgemeinen Fragen wie z.B. der der Geschlechterrollen. Werke von Oksana Sabuschko, die auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurden, sind Feldstudien über ukrainischen Sex (2003), Museum der vergessenen Geheimnisse (2010) und Planet Wermut (2012).

Thema des Abends werden vier Textausschnitte aus ihrer 2012 erschienenen Essay-Sammlung „Planet Wermut“ sein, die sich alle mit einem in vielen Werken Sabuschkos zentralen Thema befassen: dem Spannungsbogen der Vergangenheit bis in die Gegenwart und seine Bedeutung für die Menschen in der Ukraine heute.

Wir wollen dann nach dem Vortrag dieser Texte in eine Diskussion übergehen, wobei hier zunächst die vier Vortragenden ihre Gedanken formulieren und dann unsere Gäste die Gelegenheit haben werden, Fragen zu stellen oder auch ihre eigenen Ansichten einzubringen. Da unser Publikum meist recht gemischt ist, wird sicher anschließend auch die Gelegenheit bestehen, in Gesprächen Kontakte zu knüpfen und ganz einfach mehr über die Ukraine zu erfahren.

Wir treffen uns am Donnerstag, dem 11. Februar, um 19:00 Uhr in unserem Raum am Hansaplatz, Ecke Zimmerpforte 8. Eintritt ist frei, eine kleine Spende aber stets willkommen. Um ein bisschen planen zu können, freuen wir uns über Anmeldungen zum Facebook-Event dazu!